Wie lange dauert es, das Impostor-Syndrom zu überwinden?

Das Impostor-Syndrom sorgt dafür, dass Sie Ihre Erfolge nicht als verdient ansehen und ständig Angst haben, als Betrüger:in entlarvt zu werden. Besonders betroffen sind Führungskräfte, High-Performer und Frauen in männerdominierten Berufen. Tief verwurzelte Muster wie Perfektionismus und gesellschaftlicher Leistungsdruck verstärken diese Selbstzweifel oft über Jahre hinweg. Doch ist es wirklich möglich, das Impostor-Syndrom innerhalb von wenigen Monaten zu überwinden? Oder braucht es dafür mehr Zeit?

 

 

Warum das Impostor-Syndrom nicht von allein verschwindet

Ohne gezielte Veränderung bleibt das Impostor-Syndrom bestehen – oft über viele Jahre. Die Denkmuster dahinter verstärken sich immer weiter: Wer sich für nicht gut genug hält, arbeitet oft noch härter oder redet eigene Erfolge klein. Dadurch scheint es immer mehr „Beweise“ dafür zu geben, dass man nicht gut genug ist. Perfektionismus und der ständige Vergleich mit anderen halten diesen Teufelskreis in Gang.

Doch es gibt einen Weg heraus. Mit gezielten Strategien wie kognitiver Umstrukturierung, bewusster Selbstreflexion und Stärkenarbeit können Sie diese Muster durchbrechen. Ein Coaching oder eine strukturierte Selbstarbeit hilft Ihnen, Ihre Erfolge realistisch zu bewerten und so Selbstzweifel nachhaltig abzubauen. Schon innerhalb weniger Monate sind deutliche Fortschritte möglich.

Welche Fortschritte sind in drei Monaten realistisch?

In meinem strukturierten Impostor-Jobcoaching, das wöchentliche Übungen, 1:1-Calls und enge Begleitung über einen Zeitraum von 3 Monaten umfasst, konnte ich beobachten, welche Strategien besonders wirksam sind und wo die größten Herausforderungen liegen. Die Ergebnisse sprechen für sich: Viele meiner Klient:innen erleben innerhalb dieser Zeit einen spürbaren Wandel.

Messbare Verbesserungen beim Impostor-Syndrom

Um Fortschritte objektiv zu messen, nutze ich den GCIPS (Clance Impostor Phenomenon Scale). Dieser Fragebogen bewertet das Impostor-Syndrom auf einer Skala von 20 bis 100 – je höher der Wert, desto ausgeprägter sind die Selbstzweifel.

Zu Beginn des Coachings lagen die Werte meiner Klient:innen zwischen 74 und 89 Punkten, im Durchschnitt bei 82 – ein Hinweis auf ein stark ausgeprägtes Impostor-Syndrom. Nach drei Monaten Coaching lagen die Werte zwischen 30 und 64 Punkten, im Durchschnitt bei 47. Das entspricht einer Verbesserung um 35 Punkte und einer Reduktion des Schweregrads um 1–2 Stufen. Bei der Mehrzahl der Kunden waren die Impostor-Gefühle am Ende des Coachings nur noch leicht ausgeprägt.

Diese Ergebnisse machen Mut, denn sie zeigen, dass gezielte Maßnahmen bereits in kurzer Zeit erhebliche Fortschritte ermöglichen.

Wie sich diese Veränderung im Berufsalltag zeigt

Diese Verbesserung machte sich nicht nur in den Zahlen, sondern auch im Alltag meiner Klient:innen bemerkbar. Viele berichteten, dass sie wieder mit Freude zur Arbeit gehen und Herausforderungen nicht mehr als Bedrohung, sondern als spannende Chancen sehen. Ein Kunde erzählte: „Gerade stehe ich vor einer echten Challenge und kann es jetzt als eine coole Sache sehen.“ Andere spürten, dass sie sich besser abgrenzen, „Nein“ sagen und sich mehr zutrauen.

Diese innere Sicherheit machte sich auch in der beruflichen Performance bemerkbar: Die Arbeit wurde effizienter, mit mehr Leichtigkeit und sogar die Fähigkeit, vor großen Gruppen zu sprechen oder kritische Themen anzusprechen, verbesserte sich deutlich.

Auch das Mindset veränderte sich nachhaltig: „Ich vergleiche mich nicht mehr negativ mit anderen, das Katastrophendenken ist besser“, sagte eine Teilnehmerin. Besonders bewegend war das Feedback eines Klienten: „Ich war wirklich ganz unten. Jetzt geht es mir wieder gut. Ich habe erkannt, dass ich Spaß haben darf und kann.“ 

Auch Sie können das erreichen, wenn Sie an den richtigen Stellen ansetzen.

Welche Methoden haben diese Veränderungen bewirkt?

Obwohl die Strategien individuell unterschiedlich wirken, gibt es einige klare Gamechanger, die alle Klient:innen als besonders hilfreich beschrieben haben:

  • Das Erfolgstagebuch: Jeden Tag bewusst Erfolge festzuhalten, half enorm dabei, den Fokus weg von Selbstzweifeln hin zu den eigenen Stärken zu lenken. „Es hat mir gutgetan, meine Erfolge hervorzuheben und mich selbst zu feiern“, sagte eine Teilnehmerin. Auch das Erstellen einer Liste mit 100 Erfolgen und das regelmäßige Notieren neuer Herausforderungen erwies sich als äußerst effektiv.
  • Regelmäßige Termine und enge Begleitung: „Die wöchentlichen Termine haben mir geholfen, wirklich dranzubleiben“, berichtete ein Klient. Die Verbindlichkeit und Struktur führten dazu, dass Fortschritte nicht nur kurzfristig, sondern nachhaltig erreicht wurden.
  • Gezieltes Feedback und Reflexion: „Mir hat es gutgetan, dass du mir gespiegelt hast, was ich gut mache und was ich noch verbessern kann.“ Diese bewusste Wahrnehmung half, sich selbst realistischer einzuschätzen.
  • Viele kleine Erfolge sichtbar machen: Durch konsequentes Arbeiten über mehrere Monate und einfache, aber wirkungsvolle Techniken konnten Klient:innen erkennen: „Ich kann viel mehr, als ich dachte.“

Diese Erfahrungen zeigen: Es sind nicht die großen Umbrüche, sondern das kontinuierliche Dranbleiben und der bewusste Fokus auf die eigenen Erfolge, die das Impostor-Syndrom nachhaltig schwächen.

Auch Sie können Ihre Selbstzweifel überwinden

Das Impostor-Syndrom ist kein Schicksal, dem Sie ausgeliefert sind. Mit den richtigen Strategien, regelmäßiger Reflexion und gezielter Unterstützung können Sie tief verankerte Selbstzweifel loswerden. Schon nach drei Monaten Coaching berichten meine Klient:innen von mehr Selbstvertrauen, Klarheit und Freude an ihrer Arbeit. Auch Sie können lernen, Ihre Erfolge anzuerkennen und sich nicht länger von Selbstzweifeln ausbremsen zu lassen. Der erste Schritt ist, bewusst hinzuschauen – und aktiv etwas zu verändern.