Wenn andere besser sind als Sie

Kennen Sie das?

  • Sie sitzen in einer Besprechung und jemand hat eine richtig gute Idee. Sofort denken Sie: „Warum bin ich nicht darauf gekommen?“
  • Eine Kollegin meistert eine schwierige Situation scheinbar mühelos und Sie fragen sich, warum Ihnen das nicht genauso leichtfällt.
  • Oder Sie sehen bei Instagram, was andere erreicht haben, wie erfolgreich sie sind und wie scheinbar mühelos sie ihr Leben meistern. Und plötzlich fühlen Sie sich unzulänglich und haben das Gefühl, längst noch nicht dort zu sein, wo Sie sein könnten.

Vergleiche sind menschlich. Wir beobachten andere, ordnen uns ein und versuchen herauszufinden, wo wir selbst stehen.

Gerade durch soziale Medien sind wir heute vielen solcher Vergleiche ausgesetzt. Wir bekommen ständig Einblicke in das Leben anderer, sehen dabei aber meist nur die schönen, erfolgreichen und gelungenen Seiten. Schnell entsteht das Gefühl, selbst nicht mithalten zu können.

Doch gerade wenn Sie ohnehin zu Selbstzweifeln neigen, können Vergleiche schnell zum Problem werden.
Denn meistens vergleichen wir uns nicht nur mit anderen. Wir messen dabei auch noch mit zweierlei Maß.

Sie vergleichen sich ständig, aber selten fair

Stellen Sie sich vor, Sie vergleichen sich mit einer Kollegin, die eine Aufgabe besonders souverän gemeistert hat.

Sie sehen, wie sicher sie auftritt und wie überzeugend sie argumentiert. Was Sie nicht sehen, sind ihre Zweifel, ihre Unsicherheiten oder die vielen Dinge, die ihr vielleicht ebenfalls nicht gelungen sind.

Wir vergleichen unser eigenes Innenleben mit dem äußeren Erscheinungsbild anderer Menschen.

Wir kennen unsere Gedanken, unsere Fehler und unsere Unsicherheiten ziemlich genau. Bei anderen sehen wir dagegen meistens nur das, was nach außen sichtbar wird.

Dazu kommt, dass wir mit uns selbst häufig deutlich strenger sind als mit anderen: Wenn einer Kollegin ein Fehler passiert, denken wir vielleicht: „Kann passieren. Niemand ist perfekt.“
Wenn uns derselbe Fehler unterläuft, hinterfragen wir dagegen schnell unsere Fähigkeiten.

Bei anderen sehen wir die Umstände und haben Verständnis. Bei uns selbst überwiegt oft die Kritik.
Und während wir unsere eigenen Fehler besonders gut im Blick haben, nehmen wir unsere Erfolge häufig als selbstverständlich hin.

Das Ergebnis: Wir beurteilen uns selbst nach einem deutlich strengeren Maßstab als andere.

Durch Vergleichen verstärken sich Ihre Selbstzweifel immer weiter

Stellen Sie sich vor, Sie vergleichen sich mit einem Kollegen, der eine Aufgabe besonders souverän gemeistert hat.
Sie sehen, wie sicher er auftritt und wie überzeugend er argumentiert. Was Sie nicht sehen, sind seine Zweifel, seine Unsicherheiten oder die vielen Dinge, die ihm vielleicht ebenfalls nicht gelungen sind.

Wir vergleichen unser eigenes Innenleben mit dem äußeren Erscheinungsbild anderer Menschen.

Wir kennen unsere Gedanken, unsere Fehler und unsere Unsicherheiten ziemlich genau. Bei anderen sehen wir dagegen meistens nur das, was nach außen sichtbar wird.
Dazu kommt, dass wir mit uns selbst häufig deutlich strenger sind als mit anderen.

Wenn einer Kollegin ein Fehler passiert, denken wir vielleicht: „Kann passieren. Niemand ist perfekt.“
Wenn uns derselbe Fehler unterläuft, hinterfragen wir dagegen schnell unsere Fähigkeiten.

Bei anderen sehen wir die Umstände und haben Verständnis. Bei uns selbst überwiegt oft die Kritik. Und während wir unsere eigenen Fehler besonders gut im Blick haben, nehmen wir unsere Erfolge häufig als selbstverständlich hin.

Das Ergebnis: Wir beurteilen uns selbst nach einem deutlich strengeren Maßstab als andere.

Gerade Menschen mit ausgeprägtem Impostor-Erleben können dadurch in einen belastenden Kreislauf geraten. Denn beim Impostor-Syndrom geht es unter anderem um die tief verankerte Überzeugung, nicht gut genug zu sein, selbst wenn die eigenen Leistungen doch eigentlich völlig ok sind.

Vergleiche können diese Überzeugung zusätzlich verstärken:

1. Sie vermitteln das Gefühl, so wie Sie sind, nicht gut genug zu sein.

Wenn Sie sich regelmäßig an anderen messen, entsteht schnell der Eindruck, dass Sie erst noch etwas werden müssen: souveräner, erfolgreicher oder selbstbewusster.
Was Sie bereits mitbringen, gerät dabei aus dem Blick.

2. Sie machen Ihre eigenen Erfolge kleiner.

Sie haben etwas erreicht, worauf Sie stolz sein könnten. Doch dann sehen Sie, dass jemand anderes noch mehr erreicht hat oder etwas scheinbar müheloser schafft.
Plötzlich fühlt sich Ihr eigener Erfolg nicht mehr besonders an. Sie denken: „So toll war das jetzt auch wieder nicht.“
Damit entwerten Sie Ihre Leistung, anstatt sie als das anzuerkennen, was sie ist: Ihr eigener Erfolg.

3. Sie verstärken die Angst, nicht gut genug zu sein.

Wenn Sie glauben, nur dann gut genug zu sein, wenn Sie zu den Besten gehören, setzen Sie sich selbst unter enormen Druck. Denn es wird immer jemanden geben, der etwas besser kann als Sie.

So wird aus dem Wunsch, gut zu sein, schnell die Angst, nicht gut genug zu sein.

Es geht nicht darum, besser zu sein, sondern fairer

Das Bild zeigt eine Frau, die einen guten Einfall hat.

Natürlich lässt sich das Vergleichen nicht einfach abstellen. Und das müssen Sie auch gar nicht.

Wichtiger ist, dass Sie lernen, Ihre eigenen Leistungen fairer zu betrachten.

Machen Sie sich bewusst, dass Sie selbst nicht unbedingt die besten Voraussetzungen haben, um Ihre eigene Leistung objektiv einzuschätzen. Sie kennen Ihre Fehler und Unsicherheiten besonders gut – und übersehen dabei möglicherweise, was Ihnen alles gelingt.

Versuchen Sie außerdem, bei sich selbst und bei anderen denselben Maßstab anzulegen.

Wenn Sie bei einer Kollegin Verständnis dafür haben, dass nicht alles perfekt läuft, warum sollte das bei Ihnen anders sein?

Und vor allem: Sie müssen nicht der/die Beste sein, um gut genug zu sein.

Sie möchten sich selbst besser verstehen?

Vielleicht haben Sie beim Lesen bemerkt, wie streng Sie manchmal mit sich selbst sind. Und wie schnell Sie Ihre eigenen Leistungen infrage stellen, während Sie bei anderen viel großzügiger urteilen.

Doch woher kommt das eigentlich? Warum fällt es uns oft so schwer, mit uns selbst genauso wohlwollend umzugehen wie mit anderen?

Wenn Sie diesen Fragen weiter nachgehen möchten, lesen Sie auch meinen Artikel:

>> Warum Sie so streng mit sich selbst sind

Darin erfahren Sie, welche Denk- und Bewertungsmuster dahinterstecken können und warum es sich lohnt, den eigenen Umgang mit sich selbst einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Sie müssen nicht besser sein als andere, um genau richtig zu sein. Sie haben Ihre eigenen Stärken, Ihren eigenen Weg und Ihren ganz eigenen Wert.

Sie sind besser, als Ihr Impostor Ihnen weismachen will!

Höchste Zeit, das zu erkennen. Mein kompaktes Workbook zeigt Ihnen die ersten wichtigen Schritte zu mehr Selbstvertrauen.